Sucht- und Gewaltprävention

Ansprechpartner

Dr. Claus Wenzel

Telefon: 05651 22940

Email: praevention@bs-eschwege.de

 

 

Weitere Unterstützung finden Sie bei der Schulseelsorge.

Gewaltfreie Kommunikation: Aufrichtig und einfühlsam miteinander sprechen.

 

"Menschen, die miteinander zu schaffen haben, machen
einander zu schaffen!"

 

Zwischenmenschliche Konflikte, d. h. der Zusammenstoß divergierender Interessen und Bedürfnisse, sind ein natürliches Phänomen menschlichen Zusammenlebens. Dies gilt insbesondere für das komplexe Handlungsfeld Schule.
Gewalt ist nicht die Ursache von Konflikten, sondern eine mögliche Folge von unbearbeiteten Konflikten. Nicht die Konflikte sind das Problem, sondern die Art und Weise wie mit ihnen umgegangen wird. Weder Resignation, machtorientiertes Durchsetzen oder auf Dank hoffendes Nachgeben sind geeignete Verhaltensdispositionen im Umgang mit Konflikten. Jeder Konflikt kann zu Verbesserungen inhaltlicher Art und auf der Beziehungsebene zwischen den Menschen führen, wenn angemessen mit den Ursachen des Konfliktes umgegangen wird.

 

Marshall B. Rosenberg hat ein aus vierstufiges Kommunikationsmodell zur Vorbeugung und Bearbeitung von Konflikten entwickelt.

 

Die vier Stufen/Elemente der gewaltfreien Kommunikation (GFK):

 

1. Beobachten und beschreiben:

Zuerst nehmen wir wahr, was in einer Situation tatsächlich geschieht. Was hören wir andere sagen, was sehen wir, was andere tun? Die Kunst besteht darin, unsere Beobachtungen dem anderen ohne Beurteilungen und Bewertungen mitzuteilen.

 

2. Gefühle wahrnehmen und artikulieren:

Als nächstes sprechen wir aus, wie wir uns fühlen, wenn wir das Gesagt hören, diese Handlung beobachten bzw. erleben. Fühlen wir uns irritiert, verletzt, unverstanden, erfreut usw.?

 

3. Bedürfnisse wahrnehmen und aussprechen:

Im dritten Schritt sagen wir, welche Bedürfnisse hinter diesen Gefühlen stehen und was wir uns wünschen?

 

4. Bitten:

Das vierte Element bezieht sich darauf, was wir von anderen wollen, damit unsere Bedürfnisse befriedigt werden. In dem vierten Schritt wird in einer spezifischen Bitte formuliert, was andere tun können. Die Empfänger der Bitte werden zu einer konkreten Handlung aufgefordert.

Die eine Seite der GFK besteht darin, die vier Informationsteile verbal oder nonverbal klar auszudrücken. Auf der anderen Seite nehmen wir die gleichen vier Informationselemente von unseren Mitmenschen auf.

Das Wesentliche der GFK findet sich in unserer Haltung, in unserem Bewusstsein über die vier Komponenten wieder und nicht in den tatsächlichen Worten, die gewechselt werden. So, wie wir mit unseren Bedürfnissen von anderen Menschen akzeptiert werden wollen, sollten wir unsere Mitmenschen akzeptieren. Akzeptanz bedeutet nicht Übereinstimmung.

 

Worte können Türen oder Mauern sein.

 

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